Aufstieg zur Cabana Cozia im Mai 2018

von Stefan Kossatz

Ich möchte diesmal über unsere Erlebnisse auf dem Masivul Cozia berichten.
Auf dem Treffen der Rumänienfreunde, welches nach Ostern am Lütschestausee bei Gräfenroda im Herzen des Thüringer Waldes stattfindet, war ich Zuschauer des Vortrages von Karpatenwilli und Hans. Deren Hardcore-Wanderung begeisterte mich, schon weil Bilder des Făgăraș-Gebirges dort zu sehen waren. Wir waren ja im letzten Frühsommer auch dort gewesen. In diesem Vortrag zeigte Willi Bilder des südlich vom Făgăraș gelegenen 1600 m hohen Cozia-Massiv. Sofort wusste ich: Dort möchte ich auch hin!!! Also Zugfahrt bis Herrmannstadt (Sibiu) und von dort nach Gară Lotru. Die vom Willi erwähnte Pension Ramona entdeckten wir in unserer Wanderkarte, welche wir uns zuvor in der Schiller-Buchhandlung am grossen Ring in Herrmannstadt gekauft hatten. Natürlich hatte ich mir vorher Audrucke dieser Karte angefertigt. Aber eine originale Wanderkarte ist eben durch nichts zu ersetzen. Also nächster Tag: Zug nach Gară Lotru.
Bahnhof von Sibiu mit den Fagarascher Bergen Bahnhofsgebaäude von Lotru
Von der Straßenbrücke in Hermannstadt hat man einen perfekten Blick auf das Făgărașgebirge.
Pension Ramona mit Berg im Hintergrund
Unser Wanderziel: das Cozia-Massiv von der Pension Ramona aus gesehen. Wir sind 320 m hoch. Ich ahne, da kommt einiges an Höhenmetern zusammen. Die Wanderzeiten sind mit 5-6 Stunden angegeben.
Am nächsten Tag ging es immer dem blauen Band folgend von Gara Lotru kommend durch den  Buchenwald stetig nach oben, teilweise rasch ansteigend.
Wanderer sitzt auf seinem Rucksack unter einem Baum und macht Pause
Hier haben wir die 1000-m-Marke gerade hinter uns. Vor uns liegt die erste Poiana. Das blaue Band findet man wieder am anderen Ende der Wiese. Dort geht es durch den Wand immer weiter nach oben. Bald geht der Buchenwald in einen Nadelwald über. Hier finden wir auch ein kaum noch lesbares Schild mit etwa anderthalb Stunden Gehzeit zur Cabana Cozia. Ich glaube, ich habe im gesamten Gebiet keine weiteren Schilder gesehen.
Sendeturm auf einem Berg
Die Cabana und die Sendeanlagen auf dem Cozia sind sichtbar. Hier haben wir das rote Band erreicht. Das ist der Weg der von Turnu kommt. Das Gipfelbier ist endlich in Reichweite.
Cabana Cozia vor Sendeturm Schiilder über dem Eingang der Cabana Cozia Gastraum der Cabana Cozia
Auf der Terrasse der Cabana sitzend geniessen wir das Gipfelbier. Natürlich Ursus und auch die Țuică darf nicht fehlen. Wir haben jetzt unsere 1570 m Seehöhe erwandert, ausgehend von 320 m. Eine anspruchsvolle Strecke liegt hinter uns. Der Hüttenwirt sagte uns, dass er in den 70-er Jahren als Koch in der Gaststätte am Plänterwald und am Tierpark in Berlin tätig war. Das merkten wir sofort, denn wir bekamen einen ausgezeichneten Tomatensalat, so wie wir ihn bisher nirgends in Rumänien bekamen.
Sonnenuntergang vor Bergmassiv
Das markante Massiv des Buila-Vânturariţa-Gebirges in der Ferne.
Zwei Metalldoppelstockbetten und Kachelofen in einem kleinen Zimmer
Das Bettenhaus der Cabana Cozia.
Der nächste Tag verwöhnte uns mit traumhaften Aussichten und schönem Wetter.
Panoramafoto in die Tiefebene mit Wälder im Vordergrund und dem Oltfluss am Horiziont
Nach Süden eröffnet sich die Olt-Ebene mit Călimănești und in der Ferne Râmnicu Vâlcea.
Panoramafoto in die andere Richtung mit Lotrugebirge im Hintergrund und das Oltflusstal im Vordergrund
Das Lotru-Gebirge in der Ferne
Bergpanoramafoto auf das Buila-Vanturitzamassiv
Das markante Massiv des Buila-Vânturariţa
wolkenvergangenes und schneebedecktes Fagaraschgebirge
Das ferne Făgăraș mit Schnee
Bergwiese mit Olttal im Hintergrund
Schöne Bergwiese westlich des Cozia Gipfel
Olttal eingerahmt von Bergen
Die Olt-Enge (Defileul Oltului)
weißes Metallkreuz vor Bäumen und blauen Himmel mit einigen Wolken
Das Gipfelkreuz auf einem der beiden Cozia-Gipfel
Cabana Cozia vom Berg aus fotografiert vor mehreren Sendemasten
Der Fernsehsender auf dem Ciuha Mare. Hier wird das rumänische Fernsehen
und UKW-Hörfunkprogramme ausgestrahlt.
Aufnahme ins Oltal mit bewaldetem Berg im rechten
Der Abstieg nach Păuşa ist einer der Traumwege des Cozia,
weil man hier durch die Felsenwelt der Südseite nach Stănișoara absteigt.
Panoramafoto mit bewaldeten Berghügeln
Aussichtspunkt am blauen Band
Stefan klettert mit Wanderstöcken über einen umgestürzten Baum
Das rote Band geht über Culmea Omului nach Norden in Richtung Pripoare
und weiterführend zum Făgăraș. Hier sind Willi und Hans sicher lang.
Stefan klettert an einem mit Stahlseilen gesichterten Wanderweg
Seilsicherung in Richtung Kloster Stănișoara
Wasserfall
Cascada Gardului erreicht man vom
Kloster Stănișoara nach 20 min
Kloster Stanischoara umrandet von Bäumen vor Felsmassiv von oben fotografiert
Das traumhaft gelegene Mönchskloster Stănișoara.
Hier haben wir auch eine Pomana genmacht.
Bahnhof Pauscha mit Hochhaus und Bergen im Hintergrund
Warten auf den Zug nach Sibiu am Halta Păuşa
Das Wetter verwöhnte uns während unserer Tour auf den Cozia. Im weiteren Verlauf sind immer wieder Gewitter gekommen. Die Pomana half uns offenbar, dass diese immer knapp an uns vorbei zogen.
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